Softwareentwicklung & Webdesign Berlin: netcorps - Alexander Waldmann

Stadtschloss Berlin Initiative
Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Berliner Schloss mit Humboldt-Forum, Götter und Gelehrte – (17.9.2008)

Gregor Dotzauer , Der Tagesspiegel

Diskussion zum Berliner Schloss eröffnet: die Debatte um das Humboldt-Forum. Der japanische Philosoph Ryôsuke Ôhashi macht den Anfang.
O, ließ Friedrich Hölderlin einst Hyperion ausrufen, „o, ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.“ Allzu verständlich, dass Träumen, gerade wenn es um ein Halbmilliardenprojekt wie das Humboldt-Forum auf dem Berliner Schlossplatz geht, nicht nur attraktiver, sondern in seinem ganzen Überschwang auch ökonomischer ist als Denken. Solange nicht einmal der Wettbewerb um die architektonische Ausgestaltung des Hauses und sein Herzstück, die außereuropäischen Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, entschieden ist, bleibt einem vielleicht gar nichts anderes übrig, als den träumenden Gott zu spielen.
Wobei der japanische Philosoph Ryôsuke Ôhashi, den die Initiative Humboldt-Forum in die Rotunde des Alten Museums gebeten hatte, um als erster Referent die Frage „Was erwartet die Welt vom Humboldt-Forum in Berlin?“ zu beantworten, sicher hätte darlegen können, dass Denken und Träumen einander eng verwandt sind. Schließlich hatte er im Lauf des Montagabends auch erklärt, dass das Verstehen und Nicht-Verstehen fremder Kulturen keineswegs dichotomisch strukturiert sei. Weniger philosophisch ausgedrückt: Man versteht vom anderen niemals gar nichts. Man versteht es aber auch nie ganz.

Weiterführender Link: http://www.tagesspiegel.de/kultur/Humboldt-Forum;art772,2615966