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Wir bauen das Schloss

Wir bauen das Schloss.

Humboldt-Forum, Wie man ein Schloss spendet – (4.7.2009)

Der Tagesspiegel

Das Humboldt-Forum wird kommen, der Staat richtet es. Was ist übrig geblieben vom bürgerschaftlichen Engagement?
Hätte es dem Freigeist Wilhelm von Humboldt gefallen, seinen Namen ausgerechnet in einem von Staatskunst durchtränkten Humboldt-Forum verewigt zu sehen? 1792 schrieb er in seinen „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“: „Gerade die aus der Vereinigung Mehrerer entstehende Mannigfaltigkeit ist das höchste Gut, welches die Gesellschaft gibt, und diese Mannigfaltigkeit geht gewiß immer in dem Grade der Einmischung des Staates verloren.(...) Gleichförmige Ursachen haben gleichförmige Wirkungen. Je mehr also der Staat mitwirkt, desto ähnlicher ist nicht bloß alles Wirkende, sondern auch alles Gewirkte.“

Humboldts Worte skizzieren sehr genau das Ergebnis des staatlichen Wettbewerbs um die Schloss-Rekonstruktion im letzten Jahr. Die Auslobungskriterien waren so weit gefasst, dass selbst kleinste Architektenbüros sich bewerben konnten, die einem voluminösen Bauvorhaben von über einer halben Milliarde Euro gar nicht gewachsen sind. Was weltoffen und demokratisch wirkte, ist nun recht gleichförmig ausgegangen.

Bevor die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ihre Ideen zum Humboldt-Forum ab kommenden Mittwoch in einer Ausstellung im Alten Museum präsentiert, fragt sich außerdem, was vom Entwurf des ersten Preisträgers, Franco Stella aus Vicenza, übrig bleiben wird.

Weiterführender Link: http://www.tagesspiegel.de/kultur/Humboldt-Forum;art772,2839328